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Projekttag im November der 2ten Klassen unter dem Motto :

"Ein Zweitklässler als Instrumentenbauer?"

Am Anfang des Projekttages, den allen zweiten Klassen unserer Schule im November erleben durften, waren alle sehr skeptisch. Kommen da auch wirkliche Instrumente heraus oder nur Dinge, die irgendwie Töne machen? Doch Frau Minkwitz, die Leiterin des Projektes "Klangschmiede", konnte alle Skepsis ausräumen und sowohl die Kinder als auch den mitarbeitenden Erwachsenen vollauf überzeugen.

Die Klangschmiede ist eine Werkstatt, in der Musikinstrumente aus den verschiedensten Grundmaterialien gebaut und erfunden werden. So entstehen mit Kindern Trompeten aus Rohren und japanische Schwirrbögen aus Holzleisten. Inspiriert von Instrumenten außereuropäischer Kulturen wird nach dem selbsttätigen Bau der Instrumente mit Klängen und Geräuschen improvisiert.

Ein Teil der Schülergruppe hatte sich für Trompetenbau entschieden.

Für die Trompete benötigt man ein Rohr, ein Papiertrichter und ein Mundstück, erklärte Kerstin Minkwitz und hält ein Trompetenmodell in die Luft. Am Schraubstock sägen die Kinder PVC-Rohre zurecht, die normalerweise für Elektroarbeiten benutzt werden und füllen diese mit Reis. " Der Reis sorgt dafür, dass der Hohlraum während der Erwärmung in eurer Röhren bestehen bleibt", erläutert Frau Minkwitz. Mit Hilfe eines Föns biegen die Kinder die Röhren in die gewünschte Form. Manche haben sich besonders verschlungene Trompetenhälse ausgedacht. Danach wird aus einem Stück Pappe der der Trichter gefertigt und mit Klebeband auf das gebogene Rohr geklebt. Für das Mundstück wird das Endstücke des Rohrs mit dem Fön erwärmt und mit einer Holzkugel gerundet. Zum Schluss werden die Trompetenindividuell mit Stoff verziert und heraus kommen die wunderbarsten Instrumente.

In der Werkstattatmosphäre lernen die Kinder nicht nur einen ungezwungenen Zugang zur Musik. Ganz nebenbei, so Kerstin Minkwitz "kommt auch das Wissen vieler Schulfächer zur praktischen Anwendung. Beim Planen, Zuschneiden, Berechnen der Größe und beim Schmirgeln kommen automatisch mathematische und physikalische Gesetzmäßigkeiten ins Spiel, "Zudem bekommen die Kinder ein gutes Gespür für Zeit- und Arbeitsabläufe.

Erstaunlich war das Geschick, mit dem die Kinder ganz selbstverständlich sägten, bohrten, feilten und mit Gliedmaßstäben sehr genaue Abmessungen tätigten.

Das eindrucksvolle spontane Konzert am Ende des Tages bewies, dass auch Plastikrohre, Papiertrichter, Geschenkbänder und Holzleisten, verarbeitet von acht- bis neunjährigen Schülern, in wunderbarer weise klingen können. Mit berechtigtem Stolz in den Augen präsentierten sie ihre Ergebnisse und verwandelten den Schulhof und wohl auch ihr Zuhause in eine kleine Bühne.

(Autor:??? leider unbekannt) 

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