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Spanienreise 2006

Vamos a Sevilla !

Nachdem einige Kinder der Europaschule am Gutspark im letzten Jahr ein spanisches Kind zu Gast hatten, starteten wir in diesem Jahr den Gegenbesuch.
Nach einem langen und anstrengenden Flug kamen wir nachmittags in Malaga an und wurden dort bereits von unseren spanischen Kindern begrüßt, die ungeduldig auf uns gewartet hatten. Das war ein freudiges Wiedersehen! Wir alle wurden von der jeweiligen Familie herzlich aufgenommen.
Natürlich waren wir nicht nur zu unserem Vergnügen da, denn während unsere Klassenkameraden in der Schule schufteten, hatten wir auch einige Stunden Unterricht. Einige von uns waren manchmal sogar bis 16.30 Uhr in der Schule!
Doch selbstverständlich unternahmen wir auch viele Ausflüge, wie zum Beispiel eine Sightseeing- Tour durch Sevilla, der Besuch der Keramikwerkstatt und des Christoph Columbus Museums. Dort konnte man den Nachbau der drei Schiffe bewundern, mit denen Christoph Columbus, auf der Suche nach Indien, Amerika entdeckt hatte.
Und ein Tag in der Schule war auch nicht langweilig! Man konnte sich mit den Kindern dort anfreunden, den Jungen beim Fußball zusehen oder selbst Fußball spielen und man konnte auch Tiere streicheln. In der Schule gibt es nämlich auch Tiere: drei Hunde, ein Kaninchen und zwei Ziegen, obwohl nur die Anschaffung einer Ziege beabsichtigt war. Ihre Trächtigkeit wurde erst später bemerkt und da keiner wusste, wann das Zicklein zur Welt kommen sollte, standen alle, Lehrer u Schüler, abwechselnd Wache. Gemeinsam mit der Ziegenmama schafften sie es dann, ein quietschlebendiges und freches, kleines Zicklein auf die Welt zu bringen. Man kann sich nicht vorstellen, wie dieses Ereignis die ganze Schule bewegt hat!
Die Schule, eine Privatschule bis zur 10. Klasse, erinnerte mich jedoch mehr an eine große Familie. Das, muss ich sagen, beeindruckte mich am meisten. Die Lehrer waren dort mehr wie Freunde für die spanischen Schüler.
Doch genug von der Schule. Am Sonntag, den 24.4.06 erlebten wir etwas absolut Seltenes- erst ein riesiges Gewitter und dann die größten Hagelkörner, die ich je gesehen hatte! Am nächsten Tag jedoch erinnerte nichts mehr an dieses Unwetter, außer den Kratern, die sich das Wasser auf dem Schulhof gebahnt hatte.
Am Dienstag ging die „Feria“ los, das große Frühlingsfest. Von überall her kamen die Leute mit dem Auto angefahren, kamen geritten oder waren aus religiösen Gründen gepilgert. Fast alle Frauen hatten das Falten werfende Kleid und auch viele Männer das traditionelle Gewand angezogen. Auf dem Festplatz standen die Zelte der Familien, die Kassettas. Hier wurde gefeiert, getanzt und gelacht.
Doch die Zeit verging viel schneller als gedacht- schneller als wir gucken konnten war schon der Mittwoch, der Tag des Abschiedes, da. Für einige Kinder bedeutete das der Abschied bis zum nächsten Jahr, für einige der Abschied für immer. Doch viele wurden natürlich eingeladen, wieder zu kommen, in den Sommerferien oder wann man wollte. Trotzdem flossen die Tränen und verwandelten sich bald in einen Sturzbach.
Als wir jedoch nachts in Berlin- Tegel ankamen, todmüde und erschöpft, und unsere Eltern im Eingangsbereich sahen, waren wir einfach froh, wieder zu Hause zu sein.

Victoria Grasnick Kl. 6c



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Schulreise2005

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